Suchdienst

- Foto: P. Pellegrini
Aufgaben des Suchdienstes
Auch über 50 Jahre nach dessen Ende ist die Nachforschung nach den Vermissten des 2. Weltkrieges nach wie vor aktuell. Der DRK-Suchdienst hat seit 1945 mehr als 17 Millionen Menschen wieder miteinander in Verbindung gebracht, über 1,1 Millionen Verschollenenschicksale von Soldaten und Zivilgefangenen abschließend, weitere 1,1 Millionen vorläufig durch Gutachten, sowie über 292.000 Kinderschicksale geklärt. Dennoch sind immer noch ca. 1,4 Millionen Schicksale in Folge des 2. Weltkrieges ungeklärt.
Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Familienzusammenführung von Deutschen aus Ost- und Südosteuropa. Die Mitarbeiter des Suchdienstes beraten auf allen Verbandsebenen Deutschstämmige über die Voraussetzungen für die Aufnahme als Spätaussiedler in Deutschland.
Viele Menschen in Ost- und Südosteuropa kennen den Suchdienst als einzigen Ansprechpartner. Sie wenden sich deshalb auch mit anderen Sorgen an ihn. Mit seinem Hilfs- und Beratungsdienst unterstützt der Suchdienst deshalb im Auftrag der Bundesregierung bedürftige Personen in Ost- und Südosteuropa, z. B. mit Hilfspaketen, Medikamenten, orthopädischen Hilfsmitteln und bei der Vermittlung von Heilbehandlungen. Nach den Genfer Abkommen sind alle Vertragsstaaten verpflichtet, im Konfliktfall eine Nationale Auskunftsstelle einzurichten. Deren Aufgabe ist es, Nachrichten über Kriegsgefangene und geschützte Zivilpersonen entgegenzunehmen und über das Internationale Rote Kreuz an die entsprechende Einrichtung der anderen Konfliktpartei weiterzuleiten. Die Bundesregierung hat das Deutsche Rote Kreuz 1966 beauftragt, die Auskunftsstelle zu planen und vorzubereiten. Bundesweit stehen ca. 7.000 ehrenamtliche Helfer in diesem Bereich bei Bedarf zur Verfügung. In Friedenszeiten werden die vorhandenen Strukturen für die Familienzusammenführung bei Katastrophen genutzt. Das Auskunftswesen bei Katastrophen und Konflikten hilft auch bei Katastrophen und Konflikten im Ausland, den Kontakt zwischen den Betroffenen und Angehörigen, die in Deutschland leben, wiederherzustellen.
Sie finden weitere Informationen zum Suchdienst auch unter www.drk.de/suchdienst.
Das Kreisauskunftsbüro (KAB)
Das Kreisauskunftsbüro hat folgende Aufgaben:
- Einrichten einer Personenauskunftsstelle der Hilfsorganisationen
- Entgegennahme von Suchanträgen und Meldungen jeder Art über Katastrophenopfer
Die so genannte Katastrophenkartei, in der alle Informationen gesammelt werden, wird heute mit einem modernen EDV-Programm erstellt.
Wir suchen ständig Verstärkung für unser Team von ca. 15 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Wenn Sie Interesse an dieser verantwortungsvollen Aufgabe haben, melden Sie sich einfach bei uns. Wir informieren Sie gerne unverbindlich über die Mitwirkungsmöglichkeiten im Kreisauskunftsbüro.
Beratungsstellen
Beratungsstellen stehen Ihnen beim DRK-Suchdienst Hamburg sowie in Ihrem DRK-Kreisverband und DRK-Landesverband zur Verfügung.

